August 25, 2011

Arbeiter, Kolchosbäuerin und Basketballer

Nachdem ich endlich die lästige Sache mit den Kursen klären konnte, und mich die Universität nach viel hin und her in einige MBA-Kurse gesetzt hat, kann ich zumindest bis Anfang nächster Woche den Beginn der Semesters noch produktiv nutzen: mit Sport.

Amerikanische Universitäten haben ja eine Reputation dafür, dass sie sportlichen Aktivitäten ihrer Studenten sehr wohlwollend gegenüberstehen - sieht man sich das Angebot der Emory an, dann kann man sicher sagen: zu Recht!

Alle Studenten bezahlen eine relativ niedrige Gebühr je Semester, und dürfen dafür die Sporteinrichtungen der Universität umsonst nutzen - inklusive frischen Handtüchern, Spielgeräten etc. Nur für Kurse muss man extra zahlen (sind aber auch nicht unmenschlich teuer).

Für das Sporteln an sich stehen verschiedene Stätten zur Verfügung, unter anderem das Woodruff Physical Education Center auf dem Hauptcampus:

Und das hat es wirklich in sich:
  • Riesiges Fitnesscenter
  • Basketballhalle
  • Volleyballhalle
  • Indoor-Tennisplätze
  • Olympisches Indoor-Schwimmbad
  • Indoor-Laufbahn
  • Indoor-Radrennbahn
  • Indoor-Kletterwand
  • Indoor-Golfkurs
  • usw.
Ich habe gerade bestimmt viele Randsportarten wie Tischtennis, Boxen, Karate, Fußball etc. vergessen, aber hier gibt es wirklich alles. Und die meisten Sachen natürlich auch nochmal draußen für schönes Wetter.

Bei dem riesigen Sportangebot könnte ich es mir eigentlich sparen, stundenlang durch die Gegend zu laufen, weil ich mal wieder versucht habe, mit dem Bus heimzufahren...

Insgesamt also kein Wunder, dass viele Studenten sich sportlich betätigen - damit das auch schön so bleibt gibt es auf dem Campus wunderhübsche Statuen, die viele Studenten sicher zu Höchstleistungen anspornen... Erinnert mich an die Plastik "Arbeiter und Kolchosbäuerin", die auf dem Gelände der Landwirtschaftsausstellung in Moskau stehen...


Aber das tollste an der Uni ist, dass es noch einen Campus gibt - mit dem Uni-eigenen Freibad! Da kann man sich sicher auch mal ein bisschen zum Lernen in die Sonne setzen :)


Das einzige Problem an der Sache ist nur, dass die Spinde mit fiesen Drehzahlschlössern ausgestattet werden müssen... Und nachdem ich mir einen Spind gemietet habe und aufgrund chronischer Vergesslichkeit mittlerweile zwei Vorhängeschlösser besitze, muss ich wirklich aufpassen, dass ich die verschiedenen Kombinationen nicht durcheinanderbringe - wobei die Zahlen im Bereich 32-38 verdächtig häufig vorkommen (pro Schloss mindestens eine Übereinstimmung mit den anderen)... Wahrscheinlich will das Department of Homeland Security heimlich nachgucken, welche Größe meine Unterwäsche hat ^^

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