November 26, 2011

Christmas Time at Stone Mountain

Ein kleiner Schritt für die Amerikaner (nämlich in die Seilbahngondel), aber viele anstrengende Schritte für die braven zu-Fuß-gehenden deutschen Touristen! (Naja, ganz so war es nun wirklich nicht, wir waren definitiv nicht die einzigen, die den Stone Mountain zu Fuß erklommen haben ;-)


(Endlich) oben angekommen, war es die Beschwerlichkeiten und Entbehrungen aber auf jeden Fall wert - die Aussicht war fantastisch!


Und außerdem waren wir ja voll Energie, weil wir uns glücklicherweise nicht schon am Fuße des Stone Mountain, beim Reifen-Rutschen völlig verausgabt haben. Das dachten sich denn wohl auch die Reifen-Rutscher selbst, die, anstatt die Reifen selbst hochzuschleppen, lieber das Förderband nahmen. Man soll's schließlich nicht übertreiben :-D


Aber nicht nur der Kunstschnee und die extra für ihn abgesperrte Schneezone verbreiteten Weihnachtsstimmung.

Neben stimmungsvollen und mitreißenden Christmas Songs (bei uns zu Hause herrscht, Prof. Dr. Jos Aussagen zufolge, ja leider Weihnachtsliederverbot...), vielen vielen Lichterketten, allen möglichen mehr oder weniger noch mehr kitschigen Deko-Krimskrams, Weihnachtsschmuck wohin man blickt, Christmas Shows, und und und saß auch noch die Frau des Weihnachtsmanns vor dem Pfefferkuchenhaus und wurde von kleinen Kindern belagert. (Der echte Weihnachtsmann sitzt, wie wir ja bereits wissen, in der Lennox Mall und verlangt 25$ pro Kind...)




Vom Pfefferkuchenhaus durfte man leider nichts naschen, und auch der Super-Brezl-Stand war verwaist.

Hätten wir das geahnt, hätten wir lieber mal in der trendigen Atlanta Underground Mall bei den original bayrischen Schmankerl zugeschlagen...Tja, hinterher ist man immer schlauer :-P


Hier noch ein Vorschlag, wie die Stone Mountain Parkbetreiber die Besucher unserer Meinung nach sicherlich noch besser in Weihnachtsstimmung hätten bringen können. Hah, Amateure :-D


Euch allen einen wunderschönen 1. Advent und viel Spaß auf den Weihnachtsmärkten ;-)

Ein Schrumpftruthahn und 25$ für Santa Claus

Mit großer Spannung und knurrendem Magen (wir waren schließlich ausdrücklichst darauf hingewiesen worden, dass man an Thanksgiving genug Hunger mitbringen muss) begingen wir voller Vorfreude am Donnerstag, 24.11. das traditionellste amerikanische Fest. Und mussten feststellen, dass der Truthahn auf den wir uns schon seit Januar freuten leider über Nacht zu einem Hähnchen geschrumpft war :-P Dies tat dem Geschmack der zahlreichen Speisen (Hähnchen, Kartoffelbrei, Bohnen, Traubensoße, Maisauflauf, Blauweizenfladen, Fisch mit Pecanusskruste und irgendetwas grünes mit Knoblauch - und als Dessert Ananaskuchen mit Vanilleeis) aber natürlich keinen Abbruch! Es war sehr sehr lecker :-) Und wir waren anschließend ganz schön müde - Essen kann ja sooo anstrengend sein :-D 
An die üblichen Verdächtigen möchten wir an dieser Stelle aber gleich schon mal eine Save-the-Date-Einladung für Donnerstag, 22. November 2012 übermitteln: Nachdem einer von uns es dennoch schade findet, dass es dieses Jahr keinen Truthahn zu Thanksgiving gab - seid ihr herzlichst zum Thanksgiving-Essen 2012 eingeladen, wo es Truthahn (bis dahin finden wir sicher einen Weg so ein großes Tier in einen heimischen Backofen zu bekommen), Süßkartoffelbrei, Cranberrysoße, als Nachspeise Kürbiskuchen und viele weitere leckere Sachen geben wird! :-)
Der Tag nach Thanksgiving ist in den USA DER Shopping-Tag. Alle gehen einkaufen, weil es Super-Angebote und viele Rabatte an diesem Tag, auch "Black Friday" genannt, gibt (nur beim Weihnachtsmann nicht - unabhängig vom Tag kostet es immer 25$ wenn man sich auf seinen Schoß setzen und mit ihm Fotografieren lassen will...so ein Halsabschneider...da schreiben wir lieber old school weiterhin einen Brief ans Christkind! Das hat er jetzt davon :-P) Immerhin hatten wir bei dieser Shopping-Tour mehr Glück mit dem Wetter, letztes Mal sind wir in einen Sintflugartigen Regenschauer gekommen. Es regnet in Atlanta zwar so gut wie nie, aber wenn es mal regnet, dann richtig. Immerhin mussten wir an dem Tag nicht zu Fuß nach Hause, sondern konnten sehr zu unserer Erleichterung den Bus nehmen ;-)


Oh ja, das haben wir auch bei unserem Besuch in der Mall entdeckt - Hanukkah Spielsachen und Geschenke. Kannten wir vorher auch noch nicht ;-)



Jetzt machen wir uns gleich auf zu einem traditionellen Treffpunkt der Südstaaten Patrioten - Stone Mountain. Denn zur Zeit kann man nicht nur das in Stein gemeißelte Relief des Südstaatengenerals (What'shisname?) bewundern, sondern auch noch ein Weihnachtsdorf das in den Glanz von 2 Millionen Lichtern getaucht ist, und am Abend steigt dann noch der Weihnachtsengel gen Himmel, wo er eine Lichter- und Lasershow entfacht und es schneien lässt!!! Hach! Das können wir uns ja wohl nicht entgehen lassen ;-)

November 21, 2011

Karibu!

Heute Abend waren wir in einem äthiopischen Restaurant, genauer im Meskerem Ethiopian Restaurant. (Keine Sorge, ich kann alle Tierschützer unter euch beruhigen, wir haben KEIN Karibu gegessen, auch wenn der Post-Titel dies vermuten lässt - ich habe gegoogelt was "Guten Appetit" auf äthiopisch heißt, und angeblich ist "Karibu" die richtige Übersetzung ;-) Nun aber zum Wesentlichen. Ihr wollt bestimmt wissen wie das Essen war und was es gegeben hat, hm? Letzteres kann ich euch leider gar nicht so genau sagen, da die Speisekarte zwar schon auf Englisch war, mir die äthiopischen Produkte allerdings nicht bekannt waren. So bleibt nur zu sagen dass wir zwar nicht genau wissen was wir gegessen haben, es aber sehr sehr lecker geschmeckt hat und wir gut satt geworden sind :-) Das Essen an sich hat auch richtig viel Spaß gemacht hat - man durfte nämlich alles mit der Hand essen, yay! :-) Das sah so aus - man nimmt ein Stück von dem aufgerollten Brot (vergleichbar mit leicht gesäuertem Pfannkuchen) und schnappt sich damit etwas von dem Gemüse oder dem Fleisch aus dem großen Teller. Mmmhh!! :-)




Da wir nach dem Essen über eine Stunde auf den Bus hätten warten müssen, entschieden wir uns zu Fuß nach Hause zu gehen. Zum Glück waren wir gut gesättigt, denn ohne diesen entscheidenden Vorteil hätten wir die beschwerliche Trekkingtour bestimmt nicht so gut durchgestanden. Wir stiefelten/stolperten/schlichen/wanderten/kletterten/rutschten also durch Vorgärten, über Stock und Stein, mit in der Finsternis (Straßenlampen sparen die Amerikaner nämlich mindestens genauso gern wie Fußwege!) plötzlich vor einem auftauchenden Löchern, Gräben und ca. 10 mal die Straßenseite wechselnd, in der Hoffnung dort auf einen Fußweg zu stoßen. Möglicherweise sind die Wege aber auch nur vor Thanksgiving (diesen Donnerstag, 24.11.) mit Stolperfallen etc. übersät, weil die Amerikaner so ihre Gubbl Gubbl jagen...wir wissen es nicht und sind froh, dass wir alle Gefahren überwunden haben und nach einer halben Stunde tatsächlich auf einen Gehweg gestoßen sind. Wir haben sicherheitshalber erst kurz beratschlagt und getestet, ob es denn auch wirklich ein Gehweg ist, und nicht eine besonders perfide Gubbl Gubbl Falle, aber es erwies sich als ganz echter, beggehbarer Bordstein. Und als wäre das nicht schon Belohnung genug, kam 5 Minuten später auch noch ein Bus der uns sicher und wohlbehalten nach Hause brachte. Nach so viel Aufregung und Strapazen haben wir uns jetzt noch ein leckeres Tom Ben & Jerrys verdient, mit meiner momentanen persönlichen Lieblingssorte - Everything but the... Mmmmhh :-) Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Nachtwanderung wie wir sie heute unternommen haben auf jeden Fall ein Erlebnis für jede/n USA-Reisende/n ist, bei der man seine Iron-Man/Woman/Indiana Jones Fähigkeiten (obwohl wir damit gerechnet haben mussten wir vor keiner uns-verfolgenden Riesenkugel flüchten ;-) ) unter Beweis stellen kann und hat durchaus einen gewissen Charme (im nachhinein vom gemütlichen Sofa aus betrachtet :-P ) 

November 20, 2011

Just chillin' & Freiwillig(!) ins Naturkundemuseum

Gestern haben wir uns den Atlanta Zoo angeschaut. Und nachdem wir heute mit dem Besuch des Fernbank Museum of Natural History (hierzu später) den letzten Programmpunkt unseres Atlanta City Pass abgearbeitet haben (Zitat Prof. Dr. Jo "Ohhhhh, hört dieser City Pass denn nie mehr auf??!!"), sind wir uns beide einig dass wir uns jetzt erst mal eine kulturelle Verschnaufpause verdient haben. Wie man diese sinnvoll nutzen kann - hier ein paar Beispiele wie wir sie gestern gesehen haben ;-)
 
 
 

Die beiden süßesten Erdmännchen wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Der insbesondere für seine Pandabären berühmte Zoo hatte alles mögliche zu bieten (und im Gegensatz zu deutschen Zoos wird in amerikanischen viel weniger Wert auf das Vermitteln von lehrreichen Informationen gelegt, stattdessen stehen Spaß und häufig ein "Oh my god! That is soooooo cute!!" an erster Stelle) So ist auch zu erklären warum die Bildungsstation (leider leider) gesperrt war, aber naja, kann man nichts machen :-D

 
Damit der Besucher immer weiß in welchem Teil der Welt die gerade bestaunten Tiere normalerweise zu finden sind, passt sich das Parkdesign in Flora und Architektur dem Herkunftsland der jeweiligen Tiere an.

 
 

Last but not least hatten wir im Zoo (als Inhaber unseres vielgerühmten Atlanta City Pass) wieder einen entscheidenen Bonus gegenüber den 0-8-15-Standard-Normal-ohne-City-Pass-Besuchern. Das Fahren aller Rides (Fahrgeschäfte) war für uns inklusive,yay! Zu den besagten Rides zählten neben der parkeigenen Bimmelbahn dem Blue Flame Express und dem Endangered Species Carousel auch die Ticket Booth (Ticketverkaufsstelle). Leider konnten wir aus Zeitgründen nicht alle Fahrtmöglichkeiten wahrnehmen. Hier die von uns auf Verkehrstauglichkeit geprüften und für "gut" befundenen Rides ;-)

 
 
 

Nun wollen wir das große Geheimnis lüften. Ihr wundert euch sicherlich schon die ganze Zeit über den mysteriösen Zweit-Titel des Blogs "Freiwillig(!) ins Naturkundemuseum" und könnt euch nicht erklären wie es soweit kommen konnte. Die Antwort ist simpel - es gab ein Christmas-Special im Naturkundemuseum! Und da man bei angenehmen 15-20°C Außentemperatur (und Weihnachtsliederverbot in der Wohnung) nicht so leicht in Weihnachtsstimmung kommt, muss man schließlich jede Gelegenheit nützen :-D Hier ein paar Impressionen. Christmas Time!! :-)


Neben den coolen Christbäumen aus aller Welt (habt ihr den pinkfarbenen Weihnachtsmann und den Koalabären am australischen Christbaum gesehen?) standen auch noch alle möglichen Sachen herum, wie man sie in einem naturhistorischen Museum eben erwartet ;-) Dinos, Gubbl Gubbl und superflauschige Riesenbiber.






Zumindest gehen wir davon aus, dass der Riesenbiber superflauschig war. Aufgrund verwirrender und widersprüchlicher Beschilderungen waren wir uns letztlich nicht sicher ob Anfassen nun erlaubt, oder doch nicht, oder etwa doch erlaubt ist.




Somit haben wir wieder allerhand gelernt, stimmt's? Howdie Partner, und bis zum nächsten Mal! ;-)


Moment, auf unserem Weg zum Museum haben wir noch etwas gesehen, das wir euch nicht vorenthalten wollen. Auch wenn Amerikaner den Ruf haben nicht gerne nach draußen in die Natur zu gehen - im Herbst hält sie nichts drinnen: Wenn der Indian Summer zu Ende geht und die Blätter von den Bäumen fallen, schnappt sich jeder halbwegs ernsthafte Hobbygärtner seinen Laubsauger und ruht nicht eher, bis der ganzen Rasen laubfrei und die Blätter zum Abtransport durch den örtlichen Blätterentsorgungsdienst bereit sind. Respekt! ;-)


November 18, 2011

Im Situation Room

Damit wir "günstiger" ins Georgia Aquarium gehen konnten, haben wir uns einen sogenannten City Pass gekauft... Für eine einmalige Zahlung bekommt man dabei Eintrittskarten zu 5 Touristenfallen. Dazu gehören das Aquarium und die verschiedenen Kunst- und Geschichtsmuseen, die ich dabei noch gut als Mittelpunkt touristischen Interessen identifizieren kann. Etwas anders bei der World of Coca-Cola und dem CNN-Studio, das wir heute besucht haben. Manche Touristen lassen sich dafür tatsächlich je 16$ aus den Taschen ziehen, und stehen dabei noch stundenlang Schlange. Nicht mit uns und unserem City Pass, der uns Express-Einlass gewährt, und das zu stark reduzierten Preisen!
So zumindest die Theorie. Denn leider haben sich die auf der City-Pass-Webseite vollmundig angekündigten Schlangen für Normalo-Touristen bisher nicht blicken lassen. Aber vielleicht arbeiten die hiesigen Ticket-Verkäufer derzeit einfach zu effizient, das kann ja jedem mal passieren. Und dummerweise wurde bei der Berechnung des Preisersparnisses für den City-Pass natürlich auch zugrunde gelegt, dass man wirklich alle teilnehmenden Attraktionen besucht... Damit wir also auch von unserem Preisvorteil profitieren können, müssen wir uns auch die Dauerwerbeveranstaltungen von Coca-Cola und CNN ansehen.
Bei Coco-Cola haben wir uns ja schon gestern das Gehirn waschen lassen, heute war also CNN dran. Denn CNN hat in Atlanta sein globales Hauptquartier - frisch erbaut, und man hat keine Mühen gescheut, es dennoch so wirken zu lassen, als wäre es ein trauriger 70er-Jahre-Klotz.

Von innen sieht es unwesentlich attraktiver aus - aber man kann den CNN-Leuten beim Arbeiten zusehen, was gleich gute Laune macht, wenn man gemütlich an einer original Coca-Cola schlürfend vor ihrem Fenster vorbeirolltreppiert.
Die Tour war aber sogar relativ interessant, denn ich habe zum Beispiel gelernt, dass ich nie CNN-Regisseur werden möchte, oder CNN-Reporter, oder CNN-Hauptquartier-Reiseführer. Immerhin scheinen aber CNN-Studio-Besichtigungen gut für's Karma zu sein, denn sonst wären die drei buddhistischen Mönche bestimmt nicht dabei gewesen.
Wobei ich einschränkend hinzufügen muss, dass auch die drei Mönche wohl noch ein gewisses Optimierungspotenzial in Sachen Karma-Akkumulation haben, denn sich gegenseitig anbocken weil das iPhone-Foto verwackelt ist kommt bestimmt nicht gut. Und netten deutschen Touristen die Tür nicht aufhalten gibt bestimmt richtig dick Minuspunkte!

Nachdem wir den obligatorischen Höhepunkt jeder amerikanischen Führung - den Besuch im Museumsshop - hinter uns gebracht haben, haben wir noch ein bisschen die Umgebung erkundet - und sind dabei auf einige etwas weniger glamouröse Ecken von Atlanta gestoßen.

Diese Nachbarschaft hätte uns eigentlich schon darauf vorbereiten müssen, von der dort gelegenen sagenhaften Underground Mall nicht zu viel zu erwarten... Aber manchmal sind wir halt ein bisschen naiv und gutgläubig.

Sogar der Laden, der "das Beste aus der TV-Werbung" anbietet, war enttäuschend... Dabei hätte man doch so viel aus Sauna-Hosen und schalen-pulverisierenden Eierkochern machen können!
Aber immerhin gab es ein Stück authentisches Bayern, das die Heimat in dieser desolaten Umgebung ein Stück näher gerückt hat.