Heute Abend waren wir in einem äthiopischen Restaurant, genauer im Meskerem Ethiopian Restaurant. (Keine Sorge, ich kann alle Tierschützer unter euch beruhigen, wir haben KEIN Karibu gegessen, auch wenn der Post-Titel dies vermuten lässt - ich habe gegoogelt was "Guten Appetit" auf äthiopisch heißt, und angeblich ist "Karibu" die richtige Übersetzung ;-) Nun aber zum Wesentlichen. Ihr wollt bestimmt wissen wie das Essen war und was es gegeben hat, hm? Letzteres kann ich euch leider gar nicht so genau sagen, da die Speisekarte zwar schon auf Englisch war, mir die äthiopischen Produkte allerdings nicht bekannt waren. So bleibt nur zu sagen dass wir zwar nicht genau wissen was wir gegessen haben, es aber sehr sehr lecker geschmeckt hat und wir gut satt geworden sind :-) Das Essen an sich hat auch richtig viel Spaß gemacht hat - man durfte nämlich alles mit der Hand essen, yay! :-) Das sah so aus - man nimmt ein Stück von dem aufgerollten Brot (vergleichbar mit leicht gesäuertem Pfannkuchen) und schnappt sich damit etwas von dem Gemüse oder dem Fleisch aus dem großen Teller. Mmmhh!! :-)
Da wir nach dem Essen über eine Stunde auf den Bus hätten warten müssen, entschieden wir uns zu Fuß nach Hause zu gehen. Zum Glück waren wir gut gesättigt, denn ohne diesen entscheidenden Vorteil hätten wir die beschwerliche Trekkingtour bestimmt nicht so gut durchgestanden. Wir stiefelten/stolperten/schlichen/wanderten/kletterten/rutschten also durch Vorgärten, über Stock und Stein, mit in der Finsternis (Straßenlampen sparen die Amerikaner nämlich mindestens genauso gern wie Fußwege!) plötzlich vor einem auftauchenden Löchern, Gräben und ca. 10 mal die Straßenseite wechselnd, in der Hoffnung dort auf einen Fußweg zu stoßen. Möglicherweise sind die Wege aber auch nur vor Thanksgiving (diesen Donnerstag, 24.11.) mit Stolperfallen etc. übersät, weil die Amerikaner so ihre Gubbl Gubbl jagen...wir wissen es nicht und sind froh, dass wir alle Gefahren überwunden haben und nach einer halben Stunde tatsächlich auf einen Gehweg gestoßen sind. Wir haben sicherheitshalber erst kurz beratschlagt und getestet, ob es denn auch wirklich ein Gehweg ist, und nicht eine besonders perfide Gubbl Gubbl Falle, aber es erwies sich als ganz echter, beggehbarer Bordstein. Und als wäre das nicht schon Belohnung genug, kam 5 Minuten später auch noch ein Bus der uns sicher und wohlbehalten nach Hause brachte. Nach so viel Aufregung und Strapazen haben wir uns jetzt noch ein leckeres Tom Ben & Jerrys verdient, mit meiner momentanen persönlichen Lieblingssorte - Everything but the... Mmmmhh :-) Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Nachtwanderung wie wir sie heute unternommen haben auf jeden Fall ein Erlebnis für jede/n USA-Reisende/n ist, bei der man seine Iron-Man/Woman/Indiana Jones Fähigkeiten (obwohl wir damit gerechnet haben mussten wir vor keiner uns-verfolgenden Riesenkugel flüchten ;-) ) unter Beweis stellen kann und hat durchaus einen gewissen Charme (im nachhinein vom gemütlichen Sofa aus betrachtet :-P )



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