Nach unserer abenteuerlichen Fahrt Richtung Süden sind wir wohlbehalten in Los Angeles angekommen - ja, trotz Chaos-Joe am Steuer.
Leider mussten wir feststellen, dass unser Motel in einem nicht allzu tollen Viertel ist. Bei der Ankunft hat sich LA dann nicht gerade von seiner schönsten Seite präsentiert. Nachdem sich auch noch das kontinentale Frühstücksbuffet als Auswahl an zwei Sorten Cornflakes entpuppt hat, sind wir morgens schnell in den Bus gesprungen und in Richtung Beverly Hills gefahren.
Ich muss sagen, dass ich von LA von erfahrenen USA-Reisenden nichts besonders Gutes gehört habe, und deshalb war ich auch nicht zu enttäuscht. Aber für little Dodo galt das leider nicht, sie hatte nämlich eine sehr genaue Vorstellung davon, wie LA auszusehen hat (ob es realistisch ist, dass alle 3,8 Millionen Einwohner der Stadt in Villen wohnen, sei mal dahingestellt).
Ein kleines Trostpflaster war immerhin, dass die Straßen auch in "unserem" Viertel schön weihnachtlich dekoriert waren.
Natürlich sind wir auch in Hollywood gewesen und haben uns den obligatorischen Walk of Fame angesehen. Allerdings haben uns die Gebäude nicht unbedingt vom Hocker gerissen, und nervige Tour-Veranstalter, aufdringliche Cat-Women-Dominas und die Vorstellung des Muppet-Films inklusive Kreischkonzert der versammelten Kinderschar haben uns recht schnell wieder flüchten lassen.
Heute sind wir dafür noch ein bisschen an den Strand gefahren, zuerst ins Örtchen Seal Beach, Seehunde angucken. Doof nur, dass es dort gar keine Seehunde gibt. So mussten wir uns mit dem zweit-längsten Pier in Kalifornien begnügen.
Wir haben aber nicht aufgegeben und sind dann noch weiter gefahren nach Huntington Beach, wo wir Surfern zusehen wollten. Dooferweise ist es auch in Kalifornien im Winter nicht wirklich heiß (im Vergleich zu Deutschland vielleicht), und es weht zumindest am Meer eine recht steife Brise, so dass sich nur die wirklich harten auf ihre Surfbretter schwingen und das Meer unsicher machen. Tolle Fotos davon gibt's leider nicht, weil es nicht wirklich Wellen gab, auf denen die Surfer hätten surfen können, und das sieht dann doch traurig aus.
Dafür sehen der Strand und die Strandpromade recht nett aus.
Da kann man dann sogar darüber hinwegsehen, dass man im Angesicht einer Ölplattform surft - oder eine Pferdekopfpumpe im Vorgarten hat.
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